Über mich

„Wenn du für Dein Ziel alles tust, Du den absoluten Willen zum Sieg hast und das Glück zu Dir hält,

dann kannst Du alle Deine Träume erreichen.“

 

Jeder Mensch, der Ziele, Träume oder Visionen hat und diese zu erreichen versucht, läuft nach demselben Muster ab. Jeder möchte auf seinem Gebiet Außergewöhnliches leisten, etwas erreichen, worauf er stolz sein kann. Die Ziele, die jeder im Leben hat, sind dabei völlig verschieden. Bei mir war es seit meiner Kindheit der Sport. Bei jeder Übertragung von Olympischen Spielen saß ich gespannt vor dem TV und habe die Wettkämpfe deutscher Kanuten, Schwimmer oder Leichtathleten verfolgt. Mich faszinierten die Marathonläufer, die Biathleten und Turner. Die Begeisterung der Zuschauer in den Stadien und die Emotionen der Athleten erfassten mich. Ich verpasste keine Eröffnungsfeier Olympischer Spiele. Der Olympische Geist steckte mich schon frühzeitig im Wohnzimmer an. Ob ich damals schon das Ziel hatte, Olympiasieger zu werden, weis ich nicht mehr genau, aber auf jeden Fall waren die Olympioniken meine Idole.

Von meinen Eltern, meine Mutter Karin war Hürdensprinterin, mein Vater erfolgreicher Kanute, erhielt ich bereits die entsprechenden Gene in die Wiege gelegt. Das dieses Erbmaterial erfolgreich sein kann, zeigt im Übrigen auch meine jüngere Schwester Anja Dittmer, die eine der besten Triathleten der Welt ist. Meine Eltern begeisterten uns für das Laufen, Rad- und Kanufahren oder Skilaufen. Ich musste jetzt nur noch etwas daraus machen.

 

Die erste Fahrt in einem Rennboot endete frustrierend. Mein Boot trieb mich von der einer Seite des Baches an dem unser Bootshaus stand zur anderen Seite hinüber, ohne dass ich auch nur einen Schlag gemacht habe. Heulend lief ich 2 km zurück ins Bootshaus. Toller Anfang!

Irgendwann hat es jedoch mit dem Paddeln funktioniert und ich hielt mich mehr und mehr über dem Wasser. Ich wurde später in das Neubrandenburger Sportgymnasium delegiert und lernte schnell was es bedeutet Leistungssport zu betreiben. Schnell begriff ich, dass ich nur durch hartes Training, ein hohes Maß an Motivation und ein gutes Umfeld erfolgreich sein konnte, kurzum ich erfuhr, dass ich nur durch eine professionelle Einstellung in meinem Sport es ganz nach oben schaffen kann.

Als ich meine Berufung in die Deutsche Olympiamannschaft von Atlanta 1996 erhielt, war ich einfach nur glücklich. Ein Kindheitstraum sollte in Erfüllung gehen.

Auf dem Weg dorthin musste ich jedoch viel entbehren.

Ich meine damit nicht nur unzählige Trainingseinheiten bei eisiger Kälte im Winter auf dem Wasser, bei der das Eis das Paddel „hinaufklettert“ oder zahlreiche Stunden an Kraft- oder eher Foltermaschinen im Kraftraum. Dabei habe ich in den letzten Jahren auch mal unfreiwillig die Bekanntschaft mit dem etwas kühler temperierten See gemacht. Ich kann versichern, dass das „Baden“ bei 4 Grad Wassertemperatur im Dezember nicht sehr angenehm ist. Mittlerweile bin ich schon mindestens zweimal mit meinem Einer-Canadier um den Äquator gefahren, habe etliche Blasen an den Fingern bekommen und oft genug Muskelkater gespürt. Ich erinnere mich an Trainingstage, an denen ich mich bei extremen Windverhältnissen über den See quälte oder das Eis auf dem Wasser gebrochen habe, um trainieren zu können.  

 

Alle Anstrengungen haben sich gelohnt:

3 facher Olympiasieger

8 facher Weltmeister

5 facher Europameister

 

 

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© Andreas Dittmer